Sandsteine deuten auf Ostentor hin

Einfallstor in die Innenstadt wird neu gestaltet

HAMM-MITTE - Das östliche zum so genannten Osten Tor zur Innenstadt soll in kirchhof führte. Die Steine neuem Glanz erstrahlen. Die sollen nun als „Bodenintar-Stadt Will den Platz neben der sien“ im Winkel zwischen „p.os“-Zentrale an der Ostenallee neu gestalten und dabei auf Reste einer alten Brücke zurückgreifen und die Umrisse der Stadtmauer darstellen.

Bereits 2005 hatte der Rat beschlossen, den Bereich Ostentor in die Entwicklung und Gestaltung der Ringanlagen einzubeziehen. Dabei sollten die historischen Strukturen sichtbar gemacht werden. Mit dem Verkauf des Bibliotheksgebäudes ‚ an „p:os“ und dem Abriss der Nebengebäude habe sich nun die Gelegenheit für eine Neugestaltung des Bereichs ergeben, heißt es in einer Mitteilungsvorlage der Verwaltung.

Das eigentliche Ostentor stand zwar am Ausgang der Oststraße, Vorbauten zogen sich jedoch in den Bereich der heutigen Ostenallee. So wurden bei den Bauarbeiten rund um die Musikschule rund 30  

 

 

historischen Sandsteine gefunden. Diese seien einem Grabendurchlass und einer Brücke zuzuordnen, die im 17. und 18. Jahrhundert zum sogenannten Ostenkirchhof führte. Die Steine sollen nun als "Bodenintarsien" im Winkel zwischen Nordring und Ostenallee, neben „p:os“ gezeigt werden. Um den geschichtlichen Bezug des Gelände ins Bild zusetzen, soll außerdem die Außenliniei der Stadtmauer in der Fläche dargestellt werden. Vorgesehen ist außerdem eine Rasenfläche mit einzelnen Bäumen und Sträuchern. Die Baukosten betragen rund 20000 Euro; 80 Prozent davon übernimmt die Städtebauförderung des Landes. Baubeginn ist ‘laut Verwaltung im dritten Quartal dieses Jahrens. Die Stadtmauer entstand Mitte des 13. Jahrhunderts und Wurde nachdem Sieben- jährigen Krieg 1763 abgerissen. Die vier Tore wurden erst zwischen 1796 und 1798 beseitigt. Reste der Mauern wurden am Nordenwall freigelegt und unter Denkmalschutz gestellt. Unlängst waren am Ostenwall bei Bauarbeiten Fundamente entdeck worden, die nach einer Dokumentation beseitigt wurden (WA berichtete).


Auf dem Grundstück vor der ehemaligen Stadtbücherei werden historische Sandsteine an das Ostentor erinnern.